Das Verhältnis zu sich selbst: Narzissmus

Als Ursache für den Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 wurden zwei Eigenschaften bei Investmentbankern verantwortlich gemacht – Gier und Egoismus. Das egoistische Verhalten einzelner Personen kann schwere Folgen haben. Aus psychoanalytischer Perspektive ist solch ein negatives Verhalten Ausdruck einer Persönlichkeitsstörung: Narzissmus.

Solche Verhaltensweisen tauchten schon in der Antike auf. Der namensgebende Narziss, Sohn einer Flussgottes und einer Nymphe, stammt aus der griechischen Mythologie. Ovids Metamorphosen beschreiben seine Zeugung als Vergewaltigung, weswegen sich eine distanzierte Beziehung zwischen Mutter und Sohn entwickelt. Als er erwachsen wird, fehlt ihm die Fähigkeit, für andere Menschen Liebe und Zuneigung zu spüren.

Narziss erfährt ein tragisches Ende: Er verliebt sich in sein eigenes Spiegelbild, als er es im Wasser sieht, und wird von einer unerfüllbaren Liebe gequält. Er beginnt zu weinen, als er daran scheitert, sich mit seinem Selbst zu vereinen. Er erträgt den Anblick seines verzerrten Gesichts nicht und verkümmert vor seinem Spiegelbild bis zum Tod.

Der Urspung des Begriffs Narzissmus

Durch Sigmund Freud wurde aus der Figur des Narziss der Begriff Narzissmus entwickelt, um negative, egoistische Verhaltensweisen zu erklären. Eine moderne Theorie stammt vom Psychoanalytiker Heinz Kohut. Diese besagt, dass sich bei jedem Menschen bis ins Erwachsenenalter ein sogenanntes Selbst entwickelt, welches von äußeren Einflüssen abhängig ist. Ein starkes Selbst besitzt die Fähigkeit, seine Bedürfnisse zu äußern, ohne Beurteilung zu fürchten. Ein schwaches Selbst hingegen erkennt seine eigenen Bedürfnisse nicht und richtet sich nach den Erwartungen anderer.

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Der richtige Umgang mit Anerkennung und Kritik

Ohne Anerkennung zieht Kritik keinen positiven Lernerfolg nach sich. Das hat unter anderem damit zu tun, dass Menschen von ihren Emotionen angetrieben werden und nicht vorrangig von Logik.

Auch wenn Kritik angemessen ist, verfehlt sie überwiegend ihre Wirkung. Der Kritisierte nimmt sie nicht an, weil er sich persönlich angegriffen fühlt. Dadurch nutzt uns die Kritik an anderen zwar als Ventil für unseren Ärger, jedoch hat sie nur einen Effekt: Wir machen uns unbeliebt.

Es gibt unzählig viele Beispiele erfolgreicher Menschen, die sich dadurch auszeichneten, dass sie andere niemals öffentliche kritisieren.

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Stärken und Schwächen mit Erfolg erkennen

Die Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen erhöht die Chancen auf beruflichen Erfolg. Ein wichtiger Baustein ist das Bewusstsein für seine eigenen Stärken und Schwächen. Konkret heißt das: die Fähigkeit zur Selbstkenntnis.

Häufige Gründe für Misserfolg kann eine ungenaue Zielsetzung sowie mangelnder Ehrgeiz sein. Weitere Gründe wie Prokrastination oder eine fehlende Entschlusskraft können ebenfalls dazu beitragen. Die eigene Selbstkenntnis kann dir dabei helfen, konstruktiv gegen deine Schwächen vorzugehen oder sie zumindest durch deine Stärken auszugleichen.

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Das Unterbewusstsein – die Macht unbewusster Gedanken

Unser Unterbewusstsein empfängt und speichert Sinneseindrücke, Empfindungen und Gedanken. Es speichert alles ab, was wir jemals erlebt haben. Egal ob es sich dabei um positive oder negative Erlebnisse handelt.

Jedoch hat sich diese Angelegenheit für uns mit dem bloßen Abspeichern nicht erledigt. Durch den ständigen Einfluss von unserem Unterbewusstsein auf unser Handeln, kann es uns positiv oder negativ prägen. Auf der einen Seite kann es uns Kraft sowie Unternehmungsgeist verleihen sowie auf der anderen Seite Verzagtheit oder Pessimismus in uns hervorrufen.

Positive Emotionen sind die Hauptschlüssel zu einem erfolgreichen Leben. Aus diesem Grund müssen wir sie bewusst verstärken. Wollen wir, dass uns das Unterbewusstsein dabei hilft, unsere Wünsche und Ziele zu verwirklichen, müssen wir dafür sorgen, dass positive Gefühle eine beherrschende Rolle in unserem Leben spielen.

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Mache dir synergetische Effekte zu nutze

Je größer ein Ziel, je aufwändiger die Planung, je schwieriger die Ausführung, desto mehr ist der Einzelne auf die kreative, intellektuelle und moralische Unterstützung von anderen angewiesen.

Diese gegenseitige Unterstützung funktioniert am besten in Form eines Brain Trust – eine Gruppe ausgewählter kluger Köpfe. Im Gegensatz zu einem Netzwerk, dass auf eine eher lockere partnerschaftliche Zusammenarbeit abzielt, geht es bei ihm um die gemeinsame Definition von Zielen, Entwicklung von Kompetenzen und gegenseitiger Kontrolle.

Um Großes zu leisten, muss sich ein kluger Kopf mit anderen klugen Köpfen umgeben.

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Kein Wissen und dennoch erfolgreich

Wissen kann das Erreichen von Lebenszielen erheblich erleichtern. Dabei sollten jedoch einige grundsätzliche Punkte berücksichtigt werden. Denn zuerst ist es einmal wichtig den klassischen Begriff von Wissen oder Bildung über Board zu werfen. Denn beides beschränkt sich nicht auf einen Schul- oder Universitätsabschluss. Auch ungebildete Menschen können ein großes Know-how besitzen, wie z.B. Henry Ford eindrucksvoll verdeutlichte: Ford hatte noch nicht einmal die mittlere Reife erlangt, was ihn jedoch nicht daran hinderte, ein Wirtschaftsimperium aufzubauen und Multimillionär zu werden.

Wissen ist Macht – es muss aber nicht aus Schulen oder Universitäten stammen.

Komme ins handeln!

Um erfolgreich zu werden, muss man sich nicht möglichst viel Fachwissen aneignen. Viel wichtiger ist es, die richtigen Erfahrungen und Kenntnisse zu sammeln, um seine eigenen Stärken ausspielen und das eigene Potenzial voll ausschöpfen zu können.

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Reziprozität in unserer Gesellschaft

Die Reziprozität besagt, dass sich Menschen dazu verpflichtet fühlen, sich bei anderen für Gefälligkeiten zu revanchieren. Auf dieser Eigenschaft basiert jene Gesellschaft, denn sie begünstigt das Teilen von Ressourcen. Aus diesem Grund kann der Geber darauf vertrauen, dass er vom Nehmer etwas zurückerhält.

Denn wenn uns jemand einen Gefallen erweist und wir uns dafür nicht revanchieren, plagt uns ein schlechtes Gewissen. Das liegt teilweise daran, dass die Gesellschaft ausbleibende Gegenseitigkeit mit Missbilligung straft. Menschen, die uns eine Gefälligkeit nicht erwidern, sehen wir oftmals als Schnorrer oder undankbar an. Eine Etikettierung, die wir uns selbst nicht zuziehen wollen.

Mehrere Experimente zeigen, wie sehr wir Verpflichtungen als psychologische Belastung empfinden. Von daher möchten wir uns so schnell wie möglich von diesen befreien und erwidern oft einen kleineren Gefallen mit einem viel größeren.

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